Entlasten

Wie kann ich Überlastung vorbeugen?

Überlastung kann eine Ursache für problematisches, aggressives Verhalten sein.

Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie Überlastung bei der Pflege zu Hause oder im Beruf vorbeugen können.

Eigene Grenzen achten

Versuchen Sie, Ihre Grenzen zu erkennen – und zu akzeptieren. Sprechen Sie offen darüber, was Sie konkret leisten können und was nicht. Fordern Sie ein, dass Ihre Grenzen beachtet werden.

Nehmen Sie Warnsignale für Überlastung ernst, zum Beispiel innere Unruhe, Gereiztheit, Energiemangel, Angst- und Schuldgefühle, Schlafstörungen, Herzrasen, häufige Kopfschmerzen oder Infekte.

Lassen Sie sich regelmäßig ärztlich untersuchen. In jedem Fall sollten Sie zum Arzt gehen, wenn Sie die genannten Warnsignale beobachten. Nutzen Sie professionelle psychologische Beratung, wenn die Sorgen den Alltag bestimmen.

Hilfe annehmen

Holen Sie sich Hilfe für die Pflege, wann immer das möglich ist – zum Beispiel beim Heben und Stützen. Geben Sie Pflegetätigkeiten, die Sie momentan überfordern, an andere ab.

Lassen Sie sich als pflegende Angehörige beraten, welche Entlastungsangebote es gibt.

Speziell für Angehörige

ZQP-Datenbank: Beratungsstelle finden

Schulung nutzen

Lernen Sie Techniken, um sich körperlich und seelisch nicht zu überfordern. Für pflegende Angehörige gibt es kostenlose Kurse, zum Beispiel bei den Pflegekassen. Für professionell Pflegende werden vielerorts Fortbildungen zum Umgang mit Belastungen angeboten.

Speziell für professionell Pflegende

Bildungsangebote: Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)

Entspannung finden

Versuchen Sie, regelmäßig Aktivitäten in Ihren Alltag einzubinden, die Ihnen helfen, Stress abzubauen, zum Beispiel Yoga, Übungen zur Muskelentspannung oder Spaziergänge.

Erfahrung teilen

Tauschen Sie sich mit anderen Pflegenden offen über Erfahrungen, Probleme und Gefühle aus – zum Beispiel in Selbsthilfegruppen oder im Pflegeteam.

Veränderung wagen

Ziehen Sie die Reißleine, wenn die Situation trotz allem nicht mehr tragbar ist. Geben Sie als pflegende Angehörige die Pflege an andere ab. Dabei kann zum Beispiel ein Pflegedienst unterstützen – vielleicht auch nur bei einigen Tätigkeiten.

Suchen Sie als professionell Pflegende das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber. Vielleicht können Sie andere Aufgaben übernehmen. Wenn Sie sich dauerhaft stark belastet fühlen, wagen Sie Veränderung: Schauen Sie sich nach einem anderen Arbeitsplatz um.

Speziell für Angehörige

vdek-Pflegelotse: Pflegedienst finden

AKTUALISIERT
am 8. Dezember 2017

AUTOREN
D. Sulmann, D. Väthjunker

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