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Wie kann ich andere vor Gewalt schützen?

Beobachten Sie Gewalt? Oder vermuten Sie Gewalt? Sie können helfen!

Hier finden Sie einige Tipps, was Sie tun können, wenn Sie unangemessenes, beleidigendes oder gefährliches Verhalten gegenüber einem anderen Pflegebedürftigen beobachten.

Betroffenen ansprechen

Sprechen Sie mit dem Betroffenen allein über Ihre Beobachtungen und klären Sie, wie er die Situation erlebt hat. Falls er sich nicht äußern kann, sollten Sie seine Angehörigen oder den rechtlichen Betreuer informieren.

Unterstützung finden

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Angehörigen oder Freunden, was Sie unternehmen können. Sie können sich auch an eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe wenden.

Beobachtungen melden

Berichten Sie einem Mitarbeiter der Pflegeeinrichtung, dem Sie vertrauen, Ihre Beobachtungen. Außerdem sollten Sie sich an die Pflegedienst- oder Einrichtungsleitung wenden. Sie können auch den Heim- oder Angehörigenbeirat einbeziehen.

Informieren Sie die Heimaufsicht oder den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) beziehungsweise den Prüfdienst des Verbands der privaten Krankenversicherung über problematische Vorfälle. Das ist auch anonym möglich. Bei akuter Gefahr müssen diese sofort auf Beschwerden reagieren und die Einrichtung prüfen. Daneben gibt es mancherorts kommunale Beschwerdestellen. Sie können sich hierüber beim örtlichen Bürgeramt informieren und erhalten dort auch die Kontaktdaten.

Polizei rufen

Zögern Sie nicht, sich an die Polizei zu wenden, wenn eine andere Person zum Beispiel körperlich verletzt wurde, bedroht, erpresst oder massiv vernachlässigt wird. Über die Notrufnummer 112 erreichen Sie in Deutschland Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rund um die Uhr.

Mehr zum Thema

Beratung oder Unterstützung erhalten Sie bei einem Krisentelefon.

Eine Beratungs- oder Beschwerdestelle in der Nähe finden Sie mithilfe der ZQP-Datenbank.


AKTUALISIERT
am 8. Dezember 2017

AUTOREN
D. Sulmann, D. Väthjunker

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